Neues Schutzdach für die Koksofenbatterie in Essen
Die Kokerei Zollverein in Essen ist ein einzigartiges Industriedenkmal und gemeinsam mit der benachbarten Zeche Zollverein UNESCO-Weltkulturerbe. Um die historischen Bauteile der Koksofenbatterie zu schützen, hat die Stiftung Zollverein einen Realisierungswettbewerb für ein Schutzdach ausgelobt, das die ca. 600 m lange Anlage vor Witterungseinflüssen schützt und für eine geordnete Regenentwässerung sorgt.
Wir freuen uns sehr, dass unser gemeinsam mit den Tragwerksplanern von Keeve erdachte Konzept die Jury unter dem Vorsitz von Prof. Kaspar Kraemer überzeugt hat.
Unser Entwurf zeichnet sich durch minimale Eingriffe in den Bestand aus. Höhe, Proportion und Tragwerk des neuen Schutzdaches sind so gewählt, dass ein ruhiger Hintergrund für die Betrachtung der vielfältigen und detailreichen Struktur der industriellen Maschine entsteht. Die Anlage (Architekt: Fritz Schupp) mit über 300 Koksöfen steht weiter im Fokus der Wahrnehmung. Die von uns übernommene Serialität verschränkt den unaufdringlichen Neubau mit dem Bestand. Zwischen den dominanten Kohletürmen entstehen im Rhythmus der erhaltenen Gasfackeln sechs Einzeldächer mit filigranem Rand und leicht abgerundeten Ecken. Die natürliche Belichtung der begehbaren Flächen darunter gewährleisten ofendeckel-großen Perforationen. Das nahezu komplett opake Dach ermöglicht eine großflächige Belegung mit PV-Modulen.
Alle Wettbewerbsbeiträge sind vom 11. – 15. Februar im Salzlager der Zeche Zollverein ausgestellt.
Adresse: Zeche Zollverein, Heinrich-Imig-Str. 11, 45141 Essen
Weitere Informationen auf der Homepage der Stiftung Zollverein.