Neugestaltung Gedenkstätte Stalag 326 Senne © JSWD

Neugestaltung Gedenkstätte Stalag 326 Senne

2. Preis für JSWD in Schloss Holte-Stukenbrock

Das Stalag 326 Senne war im Zweiten Weltkrieg eines der größten Kriegsgefangenenlager in Deutschland. Die Gedenkstätte in Schloss Holte-Stukenbrock soll zu einem Erinnerungsort mit internationaler Bedeutung ausgebaut werden. Zu diesem Zweck hatte der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) einen Realisierungswettbewerb ausgeschrieben, der jetzt entschieden wurde. 

Neben dem Neubau eines Eingangsgebäudes und der denkmalgerechten Sanierung der drei Originalbaracken war eine Freiraum- und Ausstellungskonzept gefordert. Vor allem ging es darum, die Funktion als Verteilstation der Internierten für den Arbeitseinsatz architektonisch umzusetzen.

Zwei klar gesetzte Leitwände lenken in unserem Entwurf den Weg der BesucherInnen. Sie führen vom Parkplatz aus in das Foyer und von dort weiter in den Außenraum, hin zur zentralen Lagerstraße. Das prägende gestalterische Element des Neubaus ist aber ein großes, quadratisches Dach, das alle Funktionen des Gebäudes unter sich zusammenfasst und dem Baukörper eine markante und unaufgeregte Identität verleiht. Gleichzeitig verweist das sichtbar belassene Holzraster auf das historische, serielle Ordnungssystem des ehemaligen Lagers. Das Gelände zeigt drei Zustände des Erinnerns: gepflegte Präsenz, langsames Verblassen und stilles Vergessen.

Die Jury hat das Konzept von JSWD mit dem 2. Preis bedacht. 
Alle 14 Arbeiten werden bis zum 3. August im LWL-Landeshaus in Münster ausgestellt.

Wir danken den beteiligten Fachplanern:
Freiraum: RMPSL Stephan Lenzen 
Szenografie: Tamschick Media+Space GmbH

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