Neubau Museum für zeitgenössische Kunst
Internationaler Realisierungswettbewerb 2026, 1. Phase
Auslober: Museum of Contemporary Art of Panama (MAC), Panama City
Visualisierungen: JSWD
Der Entwurf versteht sich als präzise und klar lesbare architektonische Antwort auf das Museumsprogramm und dessen geografischen, ökologischen und städtebaulichen Kontext. Eingebettet zwischen der vertikalen Dichte von Panama-Stadt und der Weite des pazifischen Horizonts zeichnet sich das Projekt durch die Verbindung zweier miteinander verbundener Elemente aus: eines Sockelbaus mit Gewerbenutzung und eines darüber schwebenden Museums. Diese Zweiteilung schafft eine klare Hierarchie zwischen dem öffentlichen Raum und der kulturellen Einrichtung und unterstreicht die Identität des Museums sowohl als städtische Infrastruktur als auch als kulturelles Wahrzeichen.
Eine Freitreppe führt vom Straßenraum auf eine erhöhte Plattform, die als Entrée ins Museums fungiert und gleichzeitig öffentlicher Raum ist. Ein Amphitheater erweitert die Möglichkeiten informeller Zusammenkünfte und geplanter Aufführungen. Der öffentliche Freiraum wird somit zum aktiven städtischen Treffpunkt.
Das Gebäude wechselt zwischen einer ruhigen, abstrakten Präsenz am Tag und einer von innen heraus leuchtenden Skulptur in der Nacht. Im Inneren strukturiert ein zentrales Atrium das Museum als durchgehenden vertikalen Luftraum. Die einzelnen Ausstellungsbereiche sind als eigenständige Volumen konzipiert, die in diesen Raum hineinragen und so visuelle Verbindungen über die Ebenen hinweg schaffen. Die Ausstellungsflächen bilden eine vielfältige Abfolge – von offenen und flexiblen bis hin zu fixierten Räumen, darunter einer mit großer Deckenhöhe für monumentale Werke. Der Museumsrundgang als vertikale Promenade wird durch skulpturale Wendeltreppen gegliedert, die die Ebenen verbinden und Ausblicke in das Atrium gestatten. Das Raumangebot ermöglicht ein breites Spektrum an kulturellen und gemeinschaftlichen Aktivitäten.
Auf der obersten Ebene ist das gastronomische Angebot platziert. Ein separater Zugang ermöglicht hier Veranstaltungen über die Öffnungszeiten des Museums hinaus. Von der angegliederten Dachterrasse reicht der Blick bis zum Pazifik.
Der neue Kuturbaustein fungiert als bürgerliche Plattform, die Offenheit mit Introvertiertheit in Einklang bringt und einen starken Dialog zwischen der Stadt, der Institution das MAC und dem Pazifik herstellt.